
Ich bin Marcel Dittrich (Bass) – und ich fühle mich in der für mich bequemsten Position am wohlsten: ganz unten, dort, wo alles trägt. Viele Jahre habe ich im Vokalensemble Orlandos Erben gesungen, bis ich Ende 2025 ausgestiegen bin. Diese Zeit hat mich geprägt: durch Programme, die nicht einfach Stücke aneinanderreihen, sondern Geschichten erzählen; durch die Erfahrung, wie viel Klang entsteht, wenn Stimmen wirklich gemeinsam denken; und durch diesen seltenen, großartigen Moment, wenn ein Akkord plötzlich sitzt, als hätte jemand heimlich eine Wasserwaage ins Notenpult gelegt.
Als Bass verstehe ich mich vor allem als Fundament: verlässlich vorbereitet, sauber in der Intonation, aufmerksam für Balance und Text. Gleichzeitig liebe ich die Bühne – aber nicht (nur 😉 ) als Selbstdarstellung, sondern als Raum, in dem Musik lebendig werden darf. Wenn ein Stück eine Szene ist, dann dürfen Stimmen spielen: mit Timing, mit Mut zur Farbe, mit einem Augenzwinkern an der richtigen Stelle. Meine Lieblingsdisziplin ist dabei, diesen Show-Anteil so einzusetzen, dass am Ende nicht „Marcel“ im Raum steht, sondern die Musik. Ich möchte nicht einfach nur „untenrum“ dabei sein – ich will bewusst tragen, und ich habe Freude daran.
Was mich heute besonders reizt, ist der Aufbau eines neuen Vokalensembles: anspruchsvoll, aber nicht verkopft; verbindlich, aber menschlich; präzise, ohne die Leichtigkeit zu verlieren. Ich bringe dafür Ensemble-Erfahrung, Struktur im Kopf (Repertoirebogen, Probenziel, musikalische Dramaturgie) und die leise Überzeugung mit, dass gute Probenkultur kein Luxus ist, sondern die Grundlage dafür, dass Musik wirklich fliegen kann: respektvoll miteinander, klar in Entscheidungen, neugierig im Klang.
Wenn du Lust hast auf ein Ensemble, das von Verlässlichkeit getragen ist – und trotzdem den Mut hat, Publikum nicht nur zu beeindrucken, sondern zu berühren –, dann könnte das gut passen. Ich bin ein Bass, der gern das Fundament legt und den Moment liebt, in dem es auf der Bühne „klick“ macht. Bescheiden genug, um nicht im Weg zu stehen. Und neugierig genug, um etwas Neues entstehen zu lassen.